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E.U.St. (Edmund Ulrich Steiner)

No. 06

E.U.St. (Edmund Ulrich Steiner)

Deutsche antike Biskuitpuppe

Eckdaten

Entwurf / Vertrieb
Edmund Ulrich Steiner (Sonneberg, Deutschland, und New York, USA)
Kategorie
Deutsche Antikpuppe (Original oder Reproduktion wird noch geprüft)
Körper
Lederkörper (Kid)
Entstehungszeit
1894-1916 (Produktionszeit der E.U.St.-Puppen)
Größe
49 cm

Über diese Puppe

Eine blonde Puppe in einem blauen Blümchenkleid mit weißer Schürze. Der Biskuitkopf sitzt auf einem Lederkörper (Kid), der klassischen Bauweise deutscher Puppen im späten 19. Jahrhundert.

Das „EUST“ in den Sammlungsunterlagen steht für „E.U.St.“, die Initialen von Edmund Ulrich Steiner. Seine Puppen sind an einer rautenförmigen Marke mit diesen Initialen zu erkennen.

Hintergrund

Edmund Ulrich Steiner (1858-1916) wurde in Sonneberg geboren, besaß sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft und war als Puppendesigner und Importeur tätig. In New York arbeitete er für große Spielwarenimporteure wie E.I. Horsman, Louis Wolf & Co. und Samstag & Hilder; es heißt, er habe den Atlantik in seinem Leben 84 Mal überquert.

1902 ließ er die Marken „Majestic“ und „Liliput“ eintragen (in Gebrauch seit 1894). Seine bekannteste Puppe, die „Majestic“, hat einen offenen Mund mit vier Zähnen, Schlafaugen aus Glas, eine Mohairperücke und einen Lederkörper mit Biskuitarmen. Im selben Jahr erhielt er ein US-Patent für eine Puppe, die gehen und sitzen kann. Da er keine eigene Porzellanfabrik betrieb, ist in der Literatur nicht belegt, welche Fabrik seine Köpfe herstellte.

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