
No. 08
Bru Jne
Französische Antik-Reproduktion (Antique Reproduction)
Eckdaten
- Original
- Bru Jeune & Cie (Paris, Frankreich), Bebe Bru Jne, 1880er Jahre
- Künstlerin
- Barb Hurst oder Hildegard Weidner (wird noch geprüft)
- Entstanden
- Seminar von Bob Severns
- Größe
- 55 cm
Über diese Puppe
Ein olivgrüner Samthut mit Feder, eine weiße Lockenperücke, ein Kleid mit goldfarbenem Smok, eine Samtweste und eine Spitzenschärpe. Das Original ist das „Bru Jne“-Bébé, das unter den französischen Antikpuppen als das kostbarste gilt.
Diese Puppe entstand in einem Seminar von Bob Severns. Er ist Träger der „Millie“, des höchsten Preises der D.A.G, unterrichtet seit über dreißig Jahren Puppenherstellung und Kostümgestaltung und hat sich auf französische Modepuppen spezialisiert. Gefertigt wurde die Puppe entweder von Barb Hurst oder von Hildegard Weidner; die Initialen am Hinterkopf geben darüber Aufschluss.
Hintergrund
Bru wurde 1866 in Paris von Léon Casimir Bru gegründet; seine Frau Appolyne war Schneiderin und kleidete die Puppen ein. Mit einer Silbermedaille auf der Pariser Weltausstellung 1878, dem „Bébé Breveté“ von 1879 und dem „Bébé Bru Jne“ der 1880er Jahre wuchs der Ruf des Hauses. 1883 übernahm Henri Chevrot, um 1890 Paul Girard die Firma, die 1899 in der SFBJ aufging.
Kennzeichen des Bru Jne-Bébés sind der Drehkopf aus gepresstem Biskuitporzellan auf einer lederbesetzten Biskuit-Schulterplatte, tiefe Paperweight-Glasaugen, ein geschlossener Mund, bei dem zwischen den leicht geöffneten Lippen die Zungenspitze sichtbar wird, sowie ein Lederkörper mit Biskuit-Unterarmen und den zarten sogenannten „Ballerina-Händen“. Originale von 35-50 cm erzielen heute bei Auktionen 10.000 bis 16.000 Dollar und mehr, ein Grund, warum fein gearbeitete Reproduktionen bei Sammlern so beliebt sind.
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