← Zur Sammlung

April the Flirt

No. 18

April the Flirt

Deutsche Antik-Reproduktion

Eckdaten

Künstlerin
Shirley Lloyd (Kanada), Initialen S.E.L.
Original
Kämmer & Reinhardt (Deutschland), Modell mit Flirtaugen
Form
Seeley's
Größe
60 cm

Über diese Puppe

'April the Flirt' trägt eine gerüschte weiße Spitzenhaube und ein zartrosa Kleid, dazu braunes Haar und dunkle Augen. Shirley Lloyd hat sie aus einer Seeley's-Form als Reproduktion einer antiken Puppe von Kämmer & Reinhardt gefertigt; am Hinterkopf sind die Initialen 'SEL' eingeritzt.

Der Name 'Flirt' geht auf die 'Flirtaugen' des Originals zurück, Augen, die sich seitlich bewegen und verstohlen zur Seite blicken. Ob die Augen dieser Reproduktion tatsächlich beweglich sind, wird noch geprüft; sollten sie es nicht sein, wurden sie zur Seite blickend eingesetzt, um den Ausdruck des Originals zu bewahren.

Shirley Lloyd war die Mutter der kanadischen Porzellanpuppenkünstlerin Lynn Harrison; sie widmete sich bis zu ihrem 100. Lebensjahr den Puppen und starb vor einigen Jahren im Dezember. Diese Sammlung umfasst mehrere ihrer Arbeiten (Nr. 21, 22, 24, 25, 26 und 32).

Hintergrund

Flirtaugen ergänzen den Mechanismus der Schlafaugen, die sich beim Hinlegen schließen, um eine seitliche Bewegung: Neigt man den Kopf, wandern die Pupillen nach links und rechts, und die Puppe scheint kokett zur Seite zu schauen. Kämmer & Reinhardt brachte um 1916 die 117N 'Mein neuer Liebling' mit offenem Mund und Flirtaugen heraus, und solche Augen erfreuten sich bei deutschen Puppen der 1910er und 1920er Jahre großer Beliebtheit.

Bei einer Reproduktion sind die Initialen der Künstlerin zugleich Signatur und Zeichen der Ehrlichkeit. Sie werden noch vor dem Brand, im Zustand des ungebrannten Rohlings (Greenware), zusammen mit dem Jahr in den Hinterkopf geritzt; da antike Puppen keine solche persönliche Signatur tragen, lässt sich eine Reproduktion allein an diesem Zeichen erkennen.

Bei Fragen zu dieser Puppe schreiben Sie uns gern eine Nachricht auf Instagram.